um 692
Auf byzantinischen Goldmünzen erschien das Gesicht Gottes statt des Kaisers.
Die Botschaft: Unsere Herrschaft wird von Gott beschützt.
Wir vergleichen byzantinische und islamische Münzen und betrachten die Beziehung zwischen Gestaltung und Glauben.
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Geld mit Gesicht und Geld mit Schrift in 3 Minuten
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um 692
Auf byzantinischen Goldmünzen erschien das Gesicht Gottes statt des Kaisers.
Die Botschaft: Unsere Herrschaft wird von Gott beschützt.
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Der islamische Kalif hingegen entfernte die Gesichter und prägte nur noch Schrift.
Die Begründung: Es ist nicht richtig, das Gesicht Gottes in Metall zu prägen.
Beide Ansätze waren aus Sicht des jeweiligen Glaubens logisch.
Es gab keinen Sieger. Beide Formen bestanden über 1000 Jahre lang.
1566
Der Streit, ob man Gott abbilden darf, flammte auch intern immer wieder auf.
Statuen in Kirchen wurden zerstört.
8. Jahrhundert
Mitten im Streit ahmten Könige die Goldmünzen ihrer Gegner nach.
Denn die Form dieser Münzen war im Handel vertrauenswürdig.
2. Jahrhundert v. Chr.
In Indien standen griechische und indische Schriftzeichen auf derselben Münze.
Keine Konfrontation, sondern ein Zusammenleben auf einer Münze.
Heute haben Euro-Scheine keine Gesichter. Zahlungen per Smartphone bestehen nur aus Schrift und Zahlen.
Die Konfrontation ist nicht vorbei, sie ist nur leiser geworden.
1000Jahre und länger
So lange überlebten beide Münzformen: die mit Gesicht und die mit Schrift.
Sie sind der König eines neuen Landes. Die Goldmünze, der am meisten vertraut wird, trägt die Schrift des Feindes. Wie gestalten Sie Ihre eigenen Münzen?
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Offa, König von Mercia im 8. Jahrhundert, kopierte die arabische Schrift, die er nicht lesen konnte, und fügte seinen eigenen Namen ein. Geld kümmert sich nicht um Glaubensfragen.
Aus Sicht des Glaubens ist das nur logisch. In der Praxis aber genossen Münzen mit einer im Handel vertrauten Form großes Vertrauen. Deshalb ahmten viele Könige die Münzen ihrer Feinde nach.
Die Frontlinien des Glaubens und die des Handels zeichnen unterschiedliche Karten. Das Geld stand an beiden.

Kursnummer: C05
Fachliche Leitung: Mitsuru Hayama
Neben dem Text: 5 Übungen · 2 Münzen · 5 Lektüren Wie die Lesezeiten berechnet werden
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5 Übungen in diesem Kurs (4 Prüfen, 1 Vergleichen, 0 Schreiben). Der Fortschritt wird per Selbsteinschätzung erfasst.
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Die Geschichte des Münzsammelns →Was Sie als Nächstes lernen: Die drei Arten von Sammelmotiven (Zurschaustellung, Hortung und Studium) mit konkreten Beispielen erklären können.
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