NOMISMA SCHOLA
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Securitized Banking and the Run on Repo (NBER Working Paper 15223, August 2009)

Gary B. Gorton, Andrew Metrick — National Bureau of Economic Research

Von dieser Quelle gestützte Behauptungen

  1. Die Panik von 2007-2008 war ein Run auf den Repo-Markt (Rückkaufvereinbarungen). Ein traditioneller Bank-Run entsteht durch die Abhebung von Einlagen, während ein Run im verbrieften Bankwesen (securitized banking) durch die Kündigung von Repos entsteht.
  2. Große Geldbeträge, für die die Einlagensicherung bei 100.000 US-Dollar endete, flossen anstelle von Einlagen in besicherte Repos. Die Äquivalente von Reserven, Einlagensicherung und Einlagenzinsen im traditionellen Bankwesen sind im Repo-Markt Haircuts, Sicherheiten und Repo-Zinsen.
  3. Der Repo-Haircut-Index (ein gleichgewichteter Durchschnitt von 9 Arten von Sicherheiten, ausgenommen Staatsanleihen) stieg von 0 Anfang 2007 auf fast 50 % auf seinem Höhepunkt Ende 2008. Einige Sicherheiten wurden gar nicht mehr gehandelt (entspricht einem Haircut von 100 %).
  4. Tabelle I, Panel D & E: Der durchschnittliche Haircut-Index betrug in der ersten Jahreshälfte 2007 0,0 %, in der zweiten Jahreshälfte 3,9 %, für das gesamte Jahr 2007 2,0 % und 2008 27,2 %. „Nicht bepreiste ABS/MBS/Subprime allgemein“ lag 2008 bei durchschnittlich 68,0 %, „nicht bepreiste CLO/CDO“ bei 57,3 % und „AA bis AAA CDO“ bei 53,5 %.
  5. Beispiel: Bei einer Größe des Repo-Marktes von 10 Billionen US-Dollar würde ein gewichteter durchschnittlicher Haircut von 20 % zu einer Finanzierungslücke von 2 Billionen US-Dollar für Banken führen. Der Verkauf von Sicherheiten drückt die Preise, verringert den Wert der Sicherheiten, erhöht die Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit und führt zu einem Kreislauf noch höherer Haircuts.
  6. Der LIBOR-OIS-Spread (die Differenz zwischen dem 3-Monats-LIBOR und dem OIS, ein Indikator für das Gegenparteien-Kreditrisiko) stieg im August 2007 von rund 8 Basispunkten stark an und im September 2008 erneut. Das erste systemische Ereignis war im August 2007, das zweite der Zusammenbruch von Lehman im September 2008. Die Schwäche des Subprime-Marktes selbst war nicht der Schock, der das systemische Problem verursachte.
  7. Empirische Schlussfolgerung: Steigende Repo-Zinsen korrelieren mit dem Gegenparteien-Kreditrisiko (LIBOR-OIS), und steigende Haircuts korrelieren mit der Unsicherheit über den Wert der Sicherheiten (erwartete Volatilität). Beides trat gleichzeitig auf, und die Kausalität kann nicht getrennt werden.

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