NOMISMA SCHOLA

Billon-Denier tournois (verschlechterte Prägung)

1295–1303 ・ Billon ・ 13. Jahrhundert ・ Philipp IV. (der Schöne)

Billon-Denier tournois (verschlechterte Prägung)(Avers)
Paris Musées(カルナヴァレ美術館 inv.NM378) / CC0(Wikimedia Commons)

Philipp IV. schuf die ungeheuren Kosten der Kriege in Flandern und in der Guyenne aus der Münze selbst. Die Umprägung (mutation), die den Gewinn aus gesenktem Feingehalt und Gewicht nahm, wurde seine größte Einnahme, und die Entwertung von 1296–99 übertraf die Kriegsausgaben derselben Jahre. Dies ist der stoffliche Beleg jener Verschlechterung: eine Legierungsmünze mit gesenktem Silber und beigemischtem unedlem Metall, die nur 0,383 Gramm wiegt. Nach dem Recht der Zeit war es eine rechtmäßige Befugnis des Königs, und doch nannte ihn der Dichter Dante im Paradiso der Göttlichen Komödie einen Münzfälscher. Rechtens und doch Treubruch — diese eine Münze trägt diese Doppelheit.

Durchmesser 14mm