8 Escudos in Gold Philipps V. (Onza)
1735 ・ Gold ・ 18. Jahrhundert ・ Münzstätte Mexiko-Stadt
Eine Goldmünze zu 8 Escudos mit dem Namen Philipps V. — das große Goldstück, das Onza hieß. Es ist eine Prägung aus Mexiko von 1735, verwahrt im Bode-Museum in Berlin. Folgt man dem Stamm zurück, kommt man auf 1537 und die neue Goldmünze, den Escudo, den Karl V. einführte. Feingehalt 22 Karat, 68 Stück aus 1 Marco, 350 Maravedís. Die Vorbilder waren der französische Écu au soleil und der italienische Scudo — eine Stufe unter dem Dukatenstandard und, während sich das Gebrauchsgold Europas auf die 22-Karat-Stufe zubewegte, eine Entscheidung, mit der auch Spanien sein Schild als Hersteller der reinsten Goldmünze abnahm. Der Escudo wurde für Jahrhunderte der Stamm des spanischen Goldes. Der Doblón zu 2 Escudos, die Onza zu 8 — die Blutlinie der "Dublone" der Piratengeschichten geht von dieser Entscheidung aus. Geprägt wurde sie unter Philipp V., dem ersten Bourbonenkönig Spaniens, der über die Pyrenäen gekommen war. Die Dynastie wechselte; der Stamm des Goldes lief weiter.