Vierlander (gemeinsames Silber der vier Länder)
1433 eingeführt ・ Silber ・ 15. Jahrhundert ・ Die burgundischen Niederlande (dieses Stück aus der Zeit Karls des Kühnen)

Im Oktober 1433 wurde durch die Münzordnung Philipps des Guten eine Silbermünze eingeführt, die den vier Ländern Flandern, Brabant, Hennegau und Holland gemeinsam war. Auf Niederländisch der Stuiver, auf Französisch der Patard. Weil sie in vier Ländern galt, hieß sie Vierlander, die Münze der vier Länder, und wurde auf den Umrechnungssatz zwei flämische Groten = drei brabantische Groten festgesetzt. Dieses Stück ist ein Doppel-Groot aus der Zeit Karls des Kühnen, das jene Ordnung fortführt. Spätere Zeiten sprechen davon bisweilen im Vergleich mit dem Euro, doch das Motiv war damals praktisch: dem Handel im Inneren die Reibung zu nehmen, den Wettlauf der Verschlechterung zu stoppen und die Finanzen der herzoglichen Länder zusammenzubinden. Weil sie praktisch war, schlug sie Wurzeln — die erste wirkliche Münzvereinigung der Niederlande.