Eule mit Prüfschnitten
5.–4. Jahrhundert v. Chr. (Klassische Zeit) ・ Silber ・ 4. Jahrhundert v. Chr. ・ Athen

Eine athenische Tetradrachme mit mehreren Prüfschnitten. Die Schnitte wurden mit einer Klinge gemacht, um den Inhalt zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Münze kein versilberter Bronzekern war. Das Gesetz des Nikophon von 375/4 v. Chr. schrieb vor, dass ein öffentlicher Sklave, der *Dokimastes* (Münzprüfer), zwischen den Tischen der Geldwechsler sitzen und tägliche Prüfungen durchführen sollte. Fälschungen mit Bronze- oder Bleikernen wurden auf der Stelle zerschnitten und der Göttermutter geweiht. Dieses von Schnitten übersäte Stück ist ein lebendiges Zeugnis einer Ära, in der die Glaubwürdigkeit von Münzen durch Klinge und Gesetz überprüft wurde.